• Document: Tipi. Aufbauanleitung. Oder: Wie Sie ein Indianer-Zelt aufbauen und trotzdem gute Laune bewahren.
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Tipi Aufbauanleitung Oder: Wie Sie ein Indianer-Zelt aufbauen und trotzdem gute Laune bewahren. Jörg Auf dem Hövel General Public License 2000 http://www.gnu.org/copyleft/ INHALTSVERZEICHNIS Vorwort 1. Einleitung 1.1 Warum Wigwam? 1.2 Übersicht über Konstruktion und Aufbau 2. Voraussetzungen 2.1 Tipi-Stangen 2.2 Plane und anderes Zubehör 3. Aufbau 3.1 Der Dreifuss 3.2 Der Rahmen 3.3 Das Cover 3.4 Das Lining 4. Inneneinrichtung 4.1 Feuer 4.2 Ordnung der Dinge 5. Troubleshooting Vorwort A nleitungen für den Aufbau oder die Zusammensetzung von komplexen Gerä ten sind häufig schwer verständlich. Nach dem Kauf unseres T ipis waren wir aber doch entsetzt über die mit gelieferte Bedienungsanleitung. Nach einigen fehlgeschlagenen Aufbauversuchen bemerkten wir nicht nur, dass der Aufbau eines Tipis Geduld und Zeit benötigt, sondern das eine besser strukturierte Aufbauanleitung eventuell Wunder wirken könnte. Die folgenden Seiten sind diesem Versuch gewid- met. Wir sind Besitzer eines T ipis der Firma „Nomadenleben“ (www.nomadenleben.de) mit 5.50 Meter Durchmesser. Viele Daten dieser Aufbauanleitung beziehen sich auf ein Tipi dieser Größe, das Prinzip des Aufbaus bleibt aber bei größeren und kleinern Zelten das Gleiche. Vieles des hier Geschriebenen basiert auf dem Klassiker von Reginald & Gladys Lau- bin: The Indian Tipi. Its history, construction, and use.2. Aufl., University of Oklaho- ma Press, 1977. (www.ou.edu/oupress). Viele Zeichnungen und Fotos sind aus dem Buch übernommen und ergänzt worden. Wer sich umfassend über das Wigwam infor- mieren will, sei dieses Werk wärmstens empfohlen. Diese Aufbauanleitung unterliegt keinem Copyright. Im Gegenteil, die W eitergabe darf nur unentgeldlich erfolgen. Verbreitung und Verbesserungen sind erwünscht. Der Autor ist unter joerg@aufdemhoevel.de zu erreichen, eine Online-Version dieses Dokuments steht unter www.aufdemhoevel.de. Rock on! Jörg Auf dem Hövel (Sommer 2000, mit Nachträgen im Sommer 2011) 1. Einleitung 1.1 WarumWigwam? D arum. Am einfachen Aufbau kann es nicht liegen, um gleich mal etwas schlechte Stimmung zu machen, es muss also andere Gründe geben. Zum einen wäre da die Ästhetik: Ein Tipi bietet ein harmonisches Bild mit und in der Natur . Innen ist es kreisförmig. Zum anderen wäre da die opitmale Raumausnutzung. Ein weitere Punkt ist das Feuer im Zelt. Der Mythos von Karl May bis John Wayne spielt garan- tiert auch eine Rolle. So unähnlich ist die deutsche Landschaft der amerikanischen Prärie zudem nicht. 1.2 Grundlegendes über Konstruktion und Aufbau E in Tipi ist ein eiförmiger Konus, die Rückwand steht etwas steiler als die vor dere Seite, an der sich die Tür befindet. Ein T ipi mit 5.50 Durchmesser von vorne bis hinten ist demnach etwas schmaler von Seite zu Seite. Es besteht aus neun Stangen, auf denen die Tipi-Haut liegt und zwei sog. Rauchklappenstangen (s. Kapitel 3.3) von gleicher Länge und Beschaffenheit. Die ersten drei Stangen, der sog. Dreifuss, sind entscheidend für den Aufbau. Dieser Dreifuss muss korrekt stehen, ansonsten passen sich die restlichen Stangen der fal- schen Grundkonstruktion an (s. Kapitel 3.1). Hier der Tipi-Aufbau im Schnelldurchlauf: Um den Dreifuss korrekt zu errichten wird die spätere T ip-Haut als Schablone be- nutzt. Die Plane wird auf dem Boden ausgebreitet, drei Stangen darauf gelegt und oben zusammen geknotet. Dann wird der Dreifuss aufgerichtet (s. Kapitel 3.1). So- dann stellt man fünf weitere Stangen in richtiger Reihenfolge in den Dreifuss ein (s. Kapitel 3.2). Eine weitere Stange dient als Hebestange für die Tip-Haut. Um sie wird die Plane gewickelt, das Bündel wird dann in die letzte frei Stelle in die Stangen- konstruktion eingestellt. Dann wird das Cover abwickelt, vorne geschlossen und fertig ist die Laube (s. Kapitel 3.3). Nee, erst kommen noch die beiden Rauchklappenstangen in die Laschen und innen wird das sog. Lining, eine zweite Haut, gespannt. Soweit, so gut, tatsächlich braucht es ungefähr vier bis sechs V ersuche bis das Tipi zum ersten Mal formvollendet steht. 2. Voraussetzungen 2.1 Tipi-Stangen D ie Fichte bietet sich an. Für ein Tipi mit einem Durchmesser von 5.50 Meter sollten die Stangen rund sieben Meter lang sein. Diese Länge bringt einige Probleme mit sich: Die Stangen sind schwer zu handeln und der ransport T mit dem PKW ist kaum möglich– es sei denn man teilt die Stangen. Aber dazu später mehr. Zunächst gilt es möglichst gerade Stangen zu besor gen: Der örtliche Förster hilft hierbei gerne weiter, in der Försterei gibt es für wenig Geld eine Genehmigung zum Schlagen der elf Bäume. Klug ist es eine Stange mehr zu schlagen, um im Bedarfsfall eine Ersatzstange parat zu haben. An der

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