• Document: Durchführung qualitativer Interviews und Auswertung
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1 Durchführung qualitativer Interviews und Auswertung Am Fallbeispiel: Opportunistisches Verhalten im Ein- und Verkauf von Obst und Gemüse Petra Hiermansperger und Sabine Greindl 1 Methodik der empirischen Untersuchung....................................................... 1 1.1 Forschungsablauf .......................................................................................... 1 1.2 Forschungsdesign ......................................................................................... 3 1.3 Methodik der Datenerhebung und -erfassung ............................................. 4 1.4 Datenauswertung ........................................................................................... 5 1.5 Theorie- und Hypothesenbildung ................................................................. 8 1.6 Literaturverzeichnis ..................................................................................... 10 1 Methodik der empirischen Untersuchung Um die in dieser Untersuchung zugrundeliegenden Fragen beantworten zu kön- nen, bedient sich diese Arbeit den Methoden der empirischen Sozialforschung. Diese versteht sich als „systematische Erfassung und Deutung sozialer Erschei- nungen“ (ATTESLANDER 2000, S. 5). Systematisch deutet auf die Regelgeleitetheit dieser Forschung hin (ATTESLANDER 2000, S. 5). Im Folgenden sollen diese Re- geln und die damit verbundene Vorgehensweise der dieser Arbeit zugrundelie- genden Untersuchung erläutert werden. 1.1 Forschungsablauf Im Gegensatz zum quantitativen „Abhaken“ eines zu Beginn der Arbeit vorgefertig- ten Untersuchungsplanes, in welchem alle Arbeitsschritte bereits vor Beginn der empirischen Untersuchungen bis in kleinste Detail ausformuliert werden, fährt die Qualitative Forschung eine „Zirkuläre Strategie“ (LAMNEK 2005, S. 194). „Zirkulär heißt hier, dass eine bestimmte Aufeinanderfolge von Forschungsschritten mehr- 2 mals durchlaufen wird und der jeweils nächste Schritt von den Ergebnissen des jeweils vorherigen abhängt.“ (WITT 2001, Absatz 15). V o r v e r s t ä n d n is A u s w a h l d e s V e rfa h re n s A usw ahl der D a te n a u s w e rtu n g U n t e r s u c h u n g s e in h e it e n D a te n e rh e b u n g T h e o r ie e n t w ic k lu n g Abb. 1: Zirkuläre Strategie nach WITT 2001: Schematische Darstellung der Forschungsstrategie. Nach WITT (2001) erfolgen bestimmte Forschungsschritte in festgelegter Reihen- folge mehrmals hintereinander: die Auswahl des Verfahrens, die Auswahl der Un- tersuchungseinheiten, die Datenerhebung und die Datenauswertung. Dabei kön- nen sich alle Schritte unmittelbar beeinflussen. Mit einem durch Literaturrecherche angeeigneten Vorverständnis, welches zu- nächst noch nicht sehr tiefgreifend sein kann (WITT 2001, Absatz 16) fällt die Ent- scheidung auf ein passendes Erhebungsverfahren, nämlich das qualitative Inter- view, welches später noch genauer vorgestellt wird. Die Auswahl der Untersu- chungseinheiten, in diesem Fall der Interviewpartner hängt davon schon unmittel- bar ab. Es können beispielsweise keine persönlichen Interviews mit Einkäufern in Berlin oder Hamburg durchgeführt werden, der Aufwand von München dorthin zu fahren, wäre zu groß. Während der Datenerhebung wird das Vorverständnis für die Thematik sukzessive erweitert und dadurch auch neue Anregungen zur Aus- wahl der Untersuchungseinheiten gewonnen. Auch der Leitfaden kann und wird durch neu gewonnene Informationen erweitert werden. Die Datenauswertung der ersten Interviews – noch während des Datenerhebungsprozesses – liefert Er- 3 kenntnisse darüber, auf welche Informationsinhalte in den folgenden Interviews besonders geachtet werden muss oder welche Personengruppe noch befragt werden könnte. Mit jeder neuen Erkenntnis wird die Hypothesen- bzw. Theoriegenerierung ein Stück vorangetrieben und verändert. Der Qualitative Forschungsablauf ist in die- sem Sinne als sehr flexibel zu verstehen, allerdings nicht ohne innerhalb der ein- zelnen Forschungsschritte auf feste Regeln zu bestehen. Näheres dazu in folgen- den Abschnitten. 1.2 Forschungsdesign Die Wahl des Forschungsdesigns ist ein wichtiger Faktor in der empirischen Sozi- alforschung, denn von der Wahl des Erhebungsinstruments hängt unmittelbar die Qualität der Ergebnisse ab. Auf der anderen Seite verlangt jede Forschungsfrage seine spezielle Erhebungsmethode. Aufgrund der mangelnden wissenschaftlichen Informationen zum Thema, hat diese Arbeit explorativen Charakter, d.h. es kom- men vor allem uns

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