• Document: MERKBLATT. Richtig Ausschreiben Checkliste für öffentliche Auftraggeber inkl. Ablaufplan zur Auftragsvergabe
  • Size: 1.35 MB
  • Uploaded: 2018-11-27 15:05:11
  • Status: Successfully converted


Some snippets from your converted document:

MERKBLATT Richtig Ausschreiben Checkliste für öffentliche Auftraggeber inkl. Ablaufplan zur Auftragsvergabe Dieses Merkblatt wurde mit viel Sorgfalt erarbeitet. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit kann keine Gewähr übernommen werden. Name der Verfasser: Sabine Tauber Adresse: Balanstraße 55-59 Tel.: 089 / 5116-3172 Ort: 81541 München Fax: 089 / 5116-3663 Homepage: www.abz-bayern.de E-Mail: tauber@abz-bayern.de Stand: Juli 2014 Checkliste für öffentliche Auftraggeber Leistungen sind grundsätzlich im Wettbewerb zu vergeben. Die nachfolgende Über- sicht soll eine Hilfestellung für den Vergabeprozess bieten und nennt die wichtigsten Stationen. Näheres ist in der Vergabeverordnung (VgV), dem Gesetz gegen Wettbe- werbsbeschränkungen (GWB), der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen, Teil A (VOL/A), der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, Teil A (VOB/A) bzw. in der Vergabe- und Vertragsordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) nach- zulesen. 1. Bedarfsermittlung (Ablaufplan Nr. 1-3) Am Anfang jeder Ausschreibung steht ein Ausschreibungsziel. Der Auftraggeber er- mittelt den Bedarf für eine Leistung oder ein Produkt und formuliert ihn. Im Anschluss daran sind die Investitions- und Folgekosten des Auftrags zu schätzen und die Finan- zierung zu klären. Erst wenn der Bedarf festgestellt und dessen Finanzierung gesi- chert ist, startet das Verfahren. Mit der Schätzung des Auftragsvolumens beginnt die Dokumentation (sieh 9.). Weiter wichtige Fragestellungen:  Wie wurde der Bedarf ermittelt und wie wurde eine exakte Kostenschätzung vorgenommen?  Sind ausreichende Finanzmittel vorhanden? 2. Wahl des Vergabeverfahrens (Ablaufplan Nr. 4-8) Die Art des Verfahrens entscheidet über Fragen der Veröffentlichung und der Fristen. Es hat eine Abgrenzung statt zu finden, ob es sich um eine Bauleistung (dann Aus- schreibung nach der VOB) oder eine Liefer- oder Dienstleistung (dann VOL, bzw. bei freiberuflicher Leistung VOF) handelt. - EU-weite oder nationale Ausschreibung: Die Schwellenwerte (jeweils netto) betragen derzeit bei Liefer- und Dienstleistungs- ausschreibungen 207.000 Euro (bei Ausschreibungen oberster und oberer Bundes- behörden 134.000 Euro) und bei Bauleistungen 5.186.000 Euro. Für Sektorenauf- traggeber betragen die Schwellenwerte im Liefer- und Dienstleistungsbereich 414.000 Euro und im Baubereich 5.186.000 Euro. Das EU-Vergaberecht und das nationale Vergaberecht sehen im Wesentlichen 3 un- terschiedliche Verfahrensarten vor. Sie unterscheiden sich durch ihre Bezeichnung, inhaltlich stimmen sie jedoch in weiten Teilen überein. -2- EU-Verfahren Nationales Verfahren Offenes Verfahren Öffentliche Ausschreibung Nicht offenes Verfahren Beschränkte Ausschreibung Verhandlungsverfahren Freihändige Vergabe Nach deutschem Recht ist das offene Verfahren bzw. die öffentliche Ausschreibung das Regelverfahren. Alle anderen Verfahren dürfen nur bei fest geregelten Ausnah- men gewählt werden. Die VOL erlaubt bis zu einem Auftragswert von 500,- Euro eine Direktvergabe. Bei Aufträgen oberhalb der EU-Schwellenwerte steht als weiteres Vergabeverfahren der wettbewerbliche Dialog zur Verfügung. Er besteht aus einem mehrstufigen Verfahren und ist nur dann als Vergabeverfahren zulässig, wenn der öffentliche Auftraggeber objektiv nicht in der Lage ist, die technischen Mitteln anzu- geben, mit denen seine Bedürfnisse und Ziele erfüllt werden können, oder die rechtli- chen oder finanziellen Bedingungen des Vorhabens nicht angegeben werden kön- nen. Beachten Sie hierzu auch die Ausführungen unter Pkt. 9.8. - Offenes Verfahren/Öffentliche Ausschreibung: Nach Eingang der Anforderungen der Vergabeunterlagen erfolgt der Versand dieser Unterlagen an die betreffenden Unternehmen. Bei EU-weiten Ausschreibungen hat der Versand innerhalb von 6 Tagen nach Eingang der Anforderung zu erfolgen. - Nicht offenes Verfahren/Beschränkte Ausschreibung bzw. Verhandlungs- verfahren/Freihändige Vergabe und Wettbewerblicher Dialog: Bei Durchführung eines Teilnahmewettbewerbs prüft die ausschreibende Stelle an- hand der von den Bietern mit dem Teilnahmeantrag eingereichten Nachweise die Eignung der Bewerber. An die für die Teilnahme ausgewählten Unternehmen werden dann die Vergabeunterlagen versandt. Weitere wichtige Fragestellungen:  Liegen Gründe für den Verzicht auf eine öffentliche Ausschreibung bzw. ein of- fenes Verfahren vor und wenn ja, welche?  Welche Gründe gibt es ggf. für eine beschränkte oder freihändige Vergabe? 3. Zeitplanung (Ablaufplan Nr. 9) Vor Beginn eines Verfahrens ist anhand des zeitl

Recently converted files (publicly available):