• Document: Streuobstregion Odenwald
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Streuobstregion Odenwald Sortenbeschreibung Beschreibung der ObstsortenObstsorten aus der Sortenliste für den landschaftsprägenden Streuobstbau im Odenwaldkreis (3. Auflage) - Vorwort - Einführung - Obstsorten für raue Lagen - Besonders vitale Obstsorten mit geringem Pflegeaufwand - Äpfel - Birnen - Süßkirschen - Zwetschen, Renekloden, Mirabellen - Sonstige - Pollenspender für Äpfel - Pollenspender für Birnen u.a. - Pflanz- und Pflegehinweise - Beratungsstellen - Literatur - Herausgeber Liebe Leserinnen und Leser Streuobstwiesen sind prägende Elemente der Odenwälder Landschaft. EU, Bund und Land fördern durch verschiedene Naturschutz-programme die Erhaltung und Entwicklung von Streuobstbeständen. Dabei hat der Streuobstbau nicht nur kultur-historische Bedeutung, auch aus ökologisch-biologischer Sicht erfüllen die Streuobstwiesen wichtige Funktionen. Für zahlreiche Tiere und Pflanzen, darunter auch viele stark gefährdete Arten, bieten die Streuobstwiesen einen einzig-artigen Lebensraum, wie er sonst kaum noch anzutreffen ist. Aus landwirtschaftlicher Sicht spielt der Streuobstbau nach wie vor eine kleine aber beständige Rolle. Der Verkauf des Obstes auf Wochenmärkten oder in Regionalläden, ebenso wie die Veredelungsprodukte Saft, Wein und Brände, liefert zusätzliche Einkommen für landwirtschaftliche Betriebe. Apfelweintage, Kelterfeste, Apfelwein- und Obstwiesenroute, europäische Apfel-Netzwerke, Streuobstlehr-pfade u.v.m. stellen Initiativen dar, die dazu beitragen wollen, unser heimisches Obst besser zu vermarkten. Denn die Vermarktung der Streuobstprodukte ist eine wesentliche Grund-lage für die Erhaltung der Streuobstwiesen und damit unserer Kulturlandschaft. Diese Broschüre will den Streuobstbau durch die Vermittlung von Fachkenntnissen fördern. Sie beschreibt die wesentlichen Eigenschaften der 56 im Odenwaldkreis mit öffentlichen Mitteln geförderten Obstsorten. Dazu gehören beispielsweise Angaben über die Verwertbarkeit und Ansprüche jeder Obstsorte. Wegen ihrer besonderen Robustheit wurden auch einige neuere Obstsorten in die Sortenliste für den Odenwalkreis aufgenommen. Ich danke allen Beteiligten für ihre Mitarbeit bei der Herstellung und Überarbeitung dieser Broschüre. Ich wünsche allen Streuobst-freunden, dass sie eine Hilfe bei der Wahl der geeigneten Sorten ist. Elsbeth Kniß (Leiterin des ALR) Einführung Allein in Deutschland existieren viele hundert Obstsorten. Auch im Odenwald besteht eine große Sortenvielfalt, wobei der Verbreitungsschwerpunkt eindeutig bei den Apfelsorten liegt. Bei der Erhaltung der Streuobstwiesen sieht das Amt für den ländlichen Raum Reichelsheim eine wesentliche Aufgabe darin, einen repräsentativen Querschnitt möglichst aller Streuobstarten durch gezielte Förderung für zukünftige Generationen zu sichern. Aus der großen Palette der im Odenwald an-gebauten Obstsorten hat deshalb eine Arbeits-gemeinschaft von Streuobstpraktikern 50 Sorten ausgewählt, die sich unter den hiesigen Klima- und Bodenverhältnissen bewährt haben. Ergänzt wurden diese durch 6 neuere Sorten, die sich durch eine hohe Resistenz gegenüber Krankheiten und Schädlingen auszeichnen. Insgesamt umfasst das mit dieser Broschüre vorgestellte Sortiment 28 Apfel-, 12 Birnen-, und 8 Süßkirschensorten, sowie 4 Zwetschen, Renekloden und Mirabellen. Ergänzt werden diese Sorten durch 3 Wildobstarten, wobei die Walnuss als Sämling und Veredelung vor-gestellt wird. Selbst aus dieser notwendigerweise sehr be-grenzten Anzahl von Obstsorten dürfte es Nichtfachleuten einigermaßen schwer fallen, die geeigneten Sorten auszuwählen. Geschmack oder Verwendungszweck der Früchte werden wohl in erster Linie die Entscheidung für die eine oder andere Sorte bestimmen. Die Wahl wird allerdings durch die teilweise sehr unterschiedlichen Ansprüche der einzelnen Sorten an Boden, Wasser, Klima usw. erschwert. Deshalb sollen die folgenden Be-schreibungen die Auswahl der „richtigen“ Sorte erleichtern. Sie können jedoch nicht eine http://oekowiese.net Powered by Joomla! Generiert: 28 June, 2014, 15:37 Streuobstregion Odenwald ausführliche Beratung durch eine der im Anhang genannten Stellen ersetzen. Zum besseren Verständnis der sehr knapp gehaltenen Beschreibungen sollen die folgen-den Vorbemerkungen beitragen Standortbedingungen Unter der Bezeichnung Standort werden die Anforderungen der jeweiligen Sorte an Lage, Wärme und Feuchtigkeit, natürliche Nähr-stoffkraft, Durchlüftung und Typ des Bodens beschrieben, wenn optimale Wachstumsbe-dingungen vorliegen sollen. „Mittlere Höhen-lagen“ entsprechen einer Höhe bis 400 Meter, während Lagen über 400 Meter generell den „rauen Lagen“ des Odenwaldes zugerechnet werden. Ferner zählen hierzu feucht-kühle, absonnige Lagen. Die Berücksichtigung dieser Faktoren ist entscheidend für das Gedeihen der Obstbäume. Findet eine Sorte optima

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